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Nachhaltiges Firmenevent planen: Schritt für Schritt

Inhaltsverzeichnis

Zuletzt aktualisiert: September 24, 2026

Was macht ein nachhaltiges Firmenevent aus

Wenn Sie ein nachhaltiges Firmenevent planen, ist es eine Veranstaltung, die Umwelt-, Sozial- und ökonomische Aspekte gleichzeitig berücksichtigt. Das bedeutet: weniger Abfall, geringere CO2-Emissionen und echte Wertschöpfung für die Region. Bei Action Painting verstehen wir, dass wie man ein nachhaltiges Firmenevent in Wien plant, nicht nur eine Frage der Technik ist, es geht um eine neue Denkweise.

  • Umweltschonung: Ressourceneffizienz, niedrige CO2-Emissionen, Abfallvermeidung
  • Soziale Verantwortung: faire Bezahlung, lokale Wertschöpfung, Inklusion und Barrierefreiheit
  • Wirtschaftlichkeit: langfristige Kosteneffizienz, Qualität statt Massenkonsum

Schritt 1: Nachhaltigkeitskonzept und ÖkoEvent Kriterien definieren

Bevor Sie einen Termin buchen oder Catering anfragen, brauchen Sie ein klares Konzept, um ein nachhaltiges Firmenevent planen zu können. Das ist die Grundlage für alle folgenden Entscheidungen.

Starten Sie mit drei Fragen:

  1. Was ist Ihr Ziel? Teambuilding, Kundenveranstaltung, interne Schulung?
  2. Wie viele Personen? Die Größe bestimmt die Machbarkeit einzelner Maßnahmen.
  3. Welches Budget für Nachhaltigkeit? Seien Sie ehrlich, nicht alles ist kostenfrei.

Orientierung an anerkannten Standards

Orientieren Sie sich an anerkannten ÖkoEvent Kriterien. Das Österreichische Umweltzeichen bietet einen Rahmen, auch wenn Sie die volle Zertifizierung nicht anstreben. Die Kernpunkte:

  • Energieeffizienz am Veranstaltungsort
  • Nachhaltige Beschaffung von Materialien
  • Mobilitätskonzept für Anreise und Vor-Ort-Bewegung
  • Abfallmanagement mit Ziel Zero Waste
  • Messung des CO2-Fußabdrucks

Wiener Locations mit Umweltzeichen und nachhaltigen Zertifizierungen

Ein großer Vorteil bei der Planung vor Ort: Mehrere etablierte Veranstaltungsorte tragen bereits das Österreichische Umweltzeichen oder sind nach ISO 14001 zertifiziert. Diese Orte haben ihre Energie-, Wasser- und Abfallmanagement-Systeme bereits dokumentiert und optimiert.

Bei der Auswahl Ihres Veranstaltungsorts sollten Sie konkret nachfragen:

  • Energiequelle: Nutzt der Ort Strom aus erneuerbaren Energien? Der österreichische Strommix enthält etwa 75% Wasserkraft; ein Ort mit Grünstrom-Zertifikat ist noch besser.
  • Wasser und Abwasser: Gibt es Wassersparmaßnahmen (Durchflussbegrenzer, Regenwassernutzung)? Wie wird Abwasser behandelt?
  • Abfallwirtschaft: Verfügt der Ort über getrennte Sammelstationen für Papier, Kunststoff, Glas und Bio-Abfall? Wird Restmüll minimiert?
  • Zertifizierungen: Fragen Sie nach dem Österreichischen Umweltzeichen (UZ 62 für Tourismusunterkünfte, UZ 100 für Veranstaltungsorte) oder nach ISO 14001.
  • Lieferketten: Arbeitet der Ort mit lokalen Caterern und Lieferanten zusammen?

Schriftliches Konzept als Erfolgsfaktor

Ein schriftliches Konzept, auch wenn es nur zwei Seiten lang ist, macht den Unterschied. Es hält Ihr Team fokussiert und gibt Lieferanten klare Erwartungen. Das Konzept sollte folgende Punkte enthalten:

  • Nachhaltigkeitsziele: Welche Emissionen möchten Sie senken? Welche Abfallmenge ist akzeptabel?
  • Verantwortlichkeiten: Wer kümmert sich um Mobilität, wer um Catering, wer um die Messung?
  • Kriterien für Lieferanten: Welche Standards müssen Caterer, Hotels oder Dienstleister erfüllen?
  • Kommunikationsstrategie: Wie informieren Sie Teilnehmer über das Nachhaltigkeitskonzept?
  • Messung und Nachbereitung: Wie dokumentieren Sie Erfolg oder Verbesserungspotenziale?

Schritt 2: Anreise und Mobilitätskonzept planen

Das Mobilitätskonzept ist oft der größte CO2-Hebel. Die Anreise macht bei vielen Veranstaltungen 70-80% der Gesamtemissionen aus.

Definieren Sie konkrete Optionen:

  • Öffentliche Verkehrsmittel: Nutzen Sie die Wiener Verkehrsbetriebe (ÖBB, Wiener Linien). Ein Gruppenticket spart Kosten und Emissionen.
  • Fahrgemeinschaften: Organisieren Sie Carpooling-Gruppen. Eine gemeinsame Fahrt schafft bereits Teamgefühl.
  • Fahrräder oder E-Bikes: Für Veranstaltungen im Nahbereich eine echte Alternative. Viele Unternehmen bieten Leihräder an.
  • Elektrofahrzeuge: Falls Shuttles nötig sind, bevorzugen Sie E-Busse oder Elektrotaxis.

Schritt 3: Nachhaltiges Catering und regionale Verpflegung

Die Verpflegung ist der zweite große Hebel nach Mobilität. Regionale und saisonale Produkte sind nicht nur nachhaltiger, sie schmecken besser und unterstützen lokale Landwirtschaft.

Mitarbeiter genießen beim nachhaltiges firmenevent planen regionale und saisonale Speisen in entspannter Runde.
Mitarbeiter genießen beim nachhaltiges firmenevent planen regionale und saisonale Speisen in entspannter Runde.

Kernkriterien für nachhaltiges Catering

Arbeiten Sie mit Catering-Konzepten, die folgende Punkte erfüllen:

  • Saisonalität: Erdbeeren im Dezember sind Flugware. Äpfel und Nüsse im Herbst sind lokal. Ein Caterer, der saisonal plant, hat automatisch kürzere Lieferketten.
  • Biologischer Anbau: Reduziert Pestizide und Düngemittel, fördert Bodenschutz. Bio-Produkte kosten oft 10-20% mehr, aber die Qualität und Haltbarkeit sind höher.
  • Kurze Lieferketten: Produzenten aus der Region (maximal 200 km) senken Transport-Emissionen dramatisch. Ein Gemüse vom Bauern 50 km entfernt hat eine um 80% niedrigere CO2-Bilanz als importiertes Gemüse.
  • Vegetarisch oder vegan: Fleisch hat eine 5-10x höhere CO2-Bilanz als pflanzliche Proteine. Ein Mix aus vegetarischen und fleischhaltigen Optionen ist realistisch und wird von Teilnehmern gut angenommen.

Fragen Sie Ihren Caterer konkret: Woher kommen die Tomaten? Wer züchtet das Gemüse? Ein guter Caterer kann diese Fragen beantworten und nennt Ihnen sogar die Bauern. Wenn nicht, wechseln Sie den Anbieter.

Kostenvergleich: Ist nachhaltiges Catering teurer?

Die kurze Antwort: Nein, nicht zwingend. Es kommt auf die Struktur an.

Typische Kostenvergleiche pro Person (Mittagessen, 2024):

  • Konventionelles Catering mit importierten Produkten: 12-16 Euro pro Person

  • Regionales Bio-Catering mit saisonalen Produkten: 14-18 Euro pro Person

  • Premium-Bio-Catering mit zertifizierten Lieferanten: 18-24 Euro pro Person

  • Weniger Abfall: Regionale Caterer nutzen Mehrweggeschirr und -besteck. Keine Entsorgungskosten für Einwegprodukte.

  • Bessere Haltbarkeit: Bio-Produkte verderben langsamer. Weniger Lebensmittelverschwendung bedeutet niedrigere Materialkosten.

  • Lokale Lieferanten: Keine teuren Zwischenhändler. Direktbeziehungen zu Bauern sind oft günstiger als über große Distributoren.

  • Weniger Verpackung: Regionale Lieferanten bringen Produkte oft in Mehrwegbehältern. Keine Entsorgungsgebühren.

Praktisches Beispiel: Ein Event mit 80 Personen, Mittagessen und Getränke:

  • Konventionell: 80 × 15 Euro = 1.200 Euro + 150 Euro Entsorgung = 1.350 Euro
  • Regional-Bio: 80 × 17 Euro = 1.360 Euro + 0 Euro Entsorgung (Mehrweg) = 1.360 Euro

Praktische Umsetzung: Menüplanung und Kommunikation

Vermeiden Sie Einzelportionen in Plastik. Buffets mit Mehrweggeschirr und Besteck sind der Standard. Getränke aus Mehrwegflaschen, nicht aus Dosen oder Tetrapaks. Das spart Abfall und ist kostengünstiger.

Bei der Menüplanung sollten Sie:

  1. Mit dem Caterer die Saison abstimmen: Was ist gerade lokal verfügbar? Ein Caterer, der saisonal denkt, hat bessere Preise und Qualität.
  2. Vegetarische Optionen als Standard anbieten: Nicht als Ausnahme. Ein Verhältnis von 60% vegetarisch zu 40% mit Fleisch ist realistisch und wird gut angenommen.
  3. Allergien und Diäten vorher erfassen: Eine kurze Umfrage bei der Anmeldung (vegetarisch, vegan, glutenfrei, Nussallergie) ermöglicht dem Caterer, gezielt zu planen und Verschwendung zu vermeiden.
  4. Portionsgrößen realistisch kalkulieren: Zu viel Essen ist Verschwendung. Ein erfahrener Caterer kennt die Durchschnittsmengen.

Fragen an potenzielle Caterer

Nutzen Sie diese Checkliste bei der Auswahl:

  • Welcher Anteil der Produkte kommt aus der Region (unter 200 km)?
  • Arbeitet ihr mit Bio-Bauern zusammen? Könnt ihr Zertifikate zeigen?
  • Nutzt ihr Mehrweggeschirr und -besteck?
  • Wie geht ihr mit Lebensmittelresten um? (Kompostierung, Spende, Tierfutter?)
  • Könnt ihr vegetarische und vegane Optionen anbieten?
  • Wie sind eure Lieferketten dokumentiert?

Ein Caterer, der diese Fragen offen und konkret beantwortet, ist ein verlässlicher Partner für nachhaltiges Catering.

Schritt 4: Abfallvermeidung und Ressourcenschonung

Abfallvermeidung beginnt mit Design. Nicht alles, was üblich ist, ist notwendig.

Praktische Maßnahmen für Zero Waste oder Abfallminimierung:

  • Digitale Einladungen: Statt gedruckter Karten. Eine schöne E-Mail oder eine digitale Einladung auf einer Website ist genauso wirksam.
  • Keine Einwegprodukte: Mehrweggeschirr, Mehrwegbecher, Mehrwegbesteck. Die Spülmaschine ist billiger als Entsorgung.
  • Beschilderung und Deko: Nutzen Sie wiederverwendbare Materialien. Stoff statt Papier, Holz statt Kunststoff, Pflanzen statt Plastikblumen.
  • Informationsmaterial: Wenn nötig, digital auf USB-Sticks oder QR-Codes. Gedruckte Handouts werden meist nicht mitgenommen.
  • Kompostierung: Für Bio-Abfälle einen lokalen Kompostierer beauftragen oder zur Sammelstelle bringen.

Schritt 5: CO2-Fußabdruck messen und kompensieren

Messung ist nicht kompliziert. Sie brauchen keine Millionen-Euro-Studie.

Nutzen Sie einfache Tools zur Berechnung:

  • Mobilität: Zahl der Teilnehmer × durchschnittliche Anreisedistanz × Emissionsfaktor (öffentliche Verkehrsmittel: ~0,05 kg CO2/km; Auto: ~0,2 kg CO2/km)
  • Catering: Menge Fleisch, Fisch, Gemüse × Emissionsfaktoren pro kg (Rindfleisch: ~25 kg CO2/kg; Gemüse: ~0,5 kg CO2/kg)
  • Energie: Stromverbrauch des Veranstaltungsorts × lokaler Emissionsfaktor (in Österreich: ~0,1 kg CO2/kWh wegen Wasserkraft)
  • Abfall: Menge nicht recycelter Abfall × Entsorgungsemissionsfaktor

Das Ergebnis ist eine Schätzung, keine exakte Wissenschaft. Aber eine grobe Schätzung ist besser als Ratlosigkeit.

Seriöse Kompensationsprogramme:

  • Gold Standard: Projekte mit unabhängiger Überprüfung
  • Verra VCS: Fokus auf Waldschutz und erneuerbare Energien
  • Lokale Projekte: Aufforstung in Österreich oder Osteuropa hat oft höhere Glaubwürdigkeit
Profi-Tipp Dokumentieren Sie Ihre Kompensation schriftlich. Speichern Sie Zertifikate und Projektdetails. Das ist wertvoll für Ihren Nachhaltigkeitsbericht und die interne Kommunikation.

Green Events Checkliste für Ihre Veranstaltung

Eine strukturierte Checkliste verhindert, dass wichtige Punkte vergessen werden.

Bereich Maßnahme Status
Konzept Nachhaltigkeitskonzept schriftlich festhalten ☐
Mobilität Öffentliche Verkehrsmittel als Standard kommunizieren ☐
Mobilität Carpooling oder Shuttle mit E-Fahrzeugen organisieren ☐
Catering Caterer mit regionalen, saisonalen Produkten beauftragen ☐
Catering Vegetarische und vegane Optionen anbieten ☐
Catering Mehrweggeschirr und -besteck nutzen ☐
Abfall Digitale Einladungen statt Papier ☐
Abfall Wiederverwendbare Deko-Materialien nutzen ☐
Abfall Klare Kennzeichnung für Abfalltrennstationen ☐
Messung CO2-Fußabdruck grob berechnen ☐
Kompensation Kompensationsprojekt auswählen und durchführen ☐
Kommunikation Nachhaltigkeitsmaßnahmen intern kommunizieren ☐
Nachbereitung Ergebnisse dokumentieren und für nächsten Event nutzen ☐

Drucken Sie diese Checkliste aus oder nutzen Sie sie digital. Weisen Sie sie einer Person zu, nicht dem ganzen Team. Eine klare Verantwortung ist der Schlüssel zur Umsetzung.

Wichtige Erkenntnis Ein nachhaltiges Firmenevent ist nicht teurer als ein konventionelles. Es erfordert nur andere Entscheidungen, und etwas mehr Planung am Anfang.

Fazit: Nachhaltige Firmenevents als Erfolgsfaktor

Wie man ein nachhaltiges Firmenevent in Wien plant, ist eine Frage der Prioritäten, nicht der Ressourcen. Unternehmen, die diesen Weg gehen, sehen messbare Vorteile:

  • Mitarbeiter fühlen sich stolz auf ihre Arbeitgeber
  • Nachhaltige Events sind oft kostengünstiger (weniger Abfall, regionale Lieferketten)
  • Die Dokumentation stärkt die CSR-Bilanz des Unternehmens
  • Nachhaltige Veranstaltungen sind in Erinnerung prägender, weil sie einen Sinn haben

Häufig gestellte Fragen

Welche nachhaltigen Kriterien müssen für ein Green Event erfüllt sein?

Ein nachhaltiges Firmenevent sollte vier Säulen berücksichtigen: ökologische Verantwortung (Energieeffizienz, Abfallvermeidung, CO2-Bilanz), soziale Nachhaltigkeit (faire Arbeitsbedingungen, Inklusion), ökonomische Aspekte (nachhaltige Beschaffung, regionale Wertschöpfung) und Corporate Social Responsibility. Das Österreichische Umweltzeichen bietet konkrete Standards für nachhaltige Veranstaltungen. Ihre Planung sollte diese Dimensionen von Anfang an integrieren, nicht als Zusatz.

Wie lässt sich die Anreise bei nachhaltigen Firmenevents am besten gestalten?

Das Mobilitätskonzept ist oft der größte CO2-Faktor. Bevorzugen Sie öffentliche Verkehrsmittel und stellen Sie diese als Standard zur Verfügung - viele Mitarbeiter nutzen sie gerne, wenn kein Parkplatz nötig ist. Für längere Anfahrten bieten sich Busfahrten oder Fahrgemeinschaften an. Nutzen Sie zentral gelegene Veranstaltungsorte, um Wege zu verkürzen. Informieren Sie die Teilnehmer frühzeitig über nachhaltige Anreiseoptionen und machen Sie diese attraktiv.

Warum ist nachhaltiges Catering wichtiger als oft gedacht?

Catering macht bei vielen Firmenevents 20-30 % der Gesamtemissionen aus. Regionale, saisonale Produkte haben kürzere Transportwege und geringere CO2-Fußabdrücke. Bio-zertifizierte Lieferanten reduzieren Pestizideinsatz und unterstützen nachhaltige Landwirtschaft. Ein gutes Catering-Konzept vermeidet Lebensmittelverschwendung durch bedarfsgerechte Mengen. Lokale Caterer stärken zudem die regionale Wertschöpfung und schaffen Arbeitsplätze vor Ort.

Kann ein Firmenevent wirklich klimaneutral sein?

Vollständige Klimaneutralität ist schwierig, aber erreichbar durch Reduktion und Kompensation. Messen Sie zunächst den CO2-Fußabdruck (Mobilität, Energie, Catering, Abfall). Reduzieren Sie dann aktiv durch nachhaltige Entscheidungen. Unvermeidbare Emissionen können Sie durch zertifizierte Kompensationsprojekte ausgleichen - etwa Aufforstungsprojekte oder Energieeffizienzmaßnahmen. Ein Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert Ihren Weg und schafft Transparenz gegenüber Mitarbeitern und Stakeholdern.


Ein nachhaltiges Firmenevent zeigt Ihren Mitarbeitern und Kunden, dass Ihr Unternehmen Verantwortung übernimmt. Mit der richtigen Planung wird es zum Erfolgsfaktor, nicht nur für die Umwelt, sondern auch für Ihre Unternehmenskultur. Action Painting macht diesen Weg einfacher: Buchen Sie jetzt einen Workshop und schaffen Sie ein Event, das wirklich zählt. Jetzt Buchen!